Mit dem Ausbau der Energiegewinnung durch PV-Anlagen wächst auch der Bedarf an anspruchsvollen Softwarelösungen. Spezielle Tools bieten eigens konzipierte Lösungen für spezifische Herausforderungen, die mit dem Betrieb großer Solaranlagen verbunden sind. Das Spektrum reicht dabei von der automatisierten Datenerfassung und individuell konfigurierbarer -aufbereitung über Echtzeitüberwachung bis hin zu – immer häufiger KI-gestützten – Analysefunktionen, die die Verwaltung einer Vielzahl von PV-Modulen erheblich erleichtern. Erst durch das passgenaue Zusammenspiel von Drohnen, Sensorik und Software lassen sich die erhofften positiven Effekte jedoch vollumfänglich nutzen. Nicht zuletzt hinsichtlich der Effizienzsteigerung, der Reduzierung des Personaleinsatzes sowie einer Verringerung von Defektbedingten Ausfallzeiten.
Zu den weltweit bekanntesten Anbietern einschlägiger Produktlösungen gehört DroneDeploy aus San Francisco. Die vielseitig einsetzbare, gleichnamige Software ermöglicht die Erstellung detaillierter Karten und 3D-Modelle auf Basis von hochauflösenden Luftbildaufnahmen. Mit automatisierten Analyse- und Reportingtools werden Prozesse nicht nur beschleunigt, sondern auch die Vergleichbarkeit der Daten verbessert. Zudem wird die Möglichkeit geboten, mit verschiedenen Plattformen gesammelte Informationen zu einem Datensatz zu fusionieren. Beispielsweise nutzt Softbank Energy, ein US-amerikanischer Betreiber von Anlagen zur Erzeugung nachhaltiger Energien, die DroneDeploy-Technologie, um Daten von Drohnen und unbemannten Landfahrzeugen zusammenzuführen und so eine präzise Verfolgung von Projektfortschritten zu gewährleisten sowie aktuelles Monitoring zu ermöglichen.
Mit diesem Ansatz werden umfassende Darstellungen großer Areale und tausender PV-Module ermöglicht, um Fehlererkennung und -korrektur beim Bau größerer Anlagen zu erleichtern sowie beispielsweise Solarparks effizienter und kostengünstiger betreiben zu können. So sollen beispielsweise die Unmanned Ground Vehicle (UGV) des Typs OST-02 die Effizienz bei der Kontrolle von Solaranlagen extrem steigern können. Die optisch ein wenig an den bekannten Film-Roboter aus dem 1980er-Jahre-Streifen „Nr. 5 lebt“ erinnernden UGVs von Onsight Technologies aus Folsom im US-Bundesstaat Kalifornien sind mit hochauflösenden Kameras sowie Wärmesensoren ausgestattet und können aufgrund der verbauten Technik nach Herstellerangaben die Aufgaben erledigen, für die ansonsten rechnerisch 7,5 menschliche Arbeitskräfte erforderlich wären.
Das Ganze wird automatisiert und aus einem zentralen Leitstand überwacht, in dem die gesammelten Daten einlaufen. Ebenfalls auf die DroneDeploy-Software setzt man zudem bei Sunrun, einem führenden Unternehmen für die Installation und den Betrieb von Solaranlagen auf privaten Hausdächern. Die von mehr als 250 Drohnenpiloten gesammelten Daten werden so zentral erfasst und können zur Optimierung der innerbetrieblichen Prozesse genutzt werden. So lassen sich beispielsweise aktuelle und künftige Standorte für PV-Module analysieren und anhand standardisierter Parameter evaluieren. Und das ganz bequem vom Boden aus, sodass die Arbeitssicherheit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter signifikant erhöht wird.
Aber natürlich gibt es nicht nur DroneDeploy, auch andernorts auf der Welt beschäftigen sich Firmen mit der Programmierung von passgenauen Softwarelösungen, die zur Effizienzsteigerung im Bereich der erneuerbaren Energien beitragen können. SkyVisor, ein französisches Unternehmen mit Standorten in Paris und Rennes, wurde 2018 gegründet und ist für und mit Partnern und Kunden in über 30 Ländern tätig, darunter zum Beispiel die deutschen Solar-Dienstleister Pfalzsolar, Belectric und Iqony. Das Ziel ist es, durch Möglichkeiten zur Automatisierung, Standardisierung und Digitalisierung dazu beizutragen, das volle Potenzial von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien auszuschöpfen.
Mehr als 8.000 Inspektionsmaßnahmen wurden bereits mit den SkyVisor-Tools durchgeführt und auf diese Weise Windkraft- und Solarenergie-Anlagen mit einem Produktionspotenzial von 10 Gigawatt analysiert. Insgesamt etwa 150.000 Mängel wurden dabei durch die Reporting-Algorithmen ausgewiesen, sodass durch gezielte Aktionen nachhaltige Beschädigungen oder dauerhafte Effizienzeinbußen verhindert werden konnten.
Mit automatisiert fliegenden Drohnen lassen sich schnell große Areale abdecken und Daten für die anschließende Weiterverarbeitung und Auswertung sammeln. So lässt sich nach SkyVisor-Angaben die Fläche an PV-Modulen, die für die Erzeugung von einem Megawatt benötigt wird, in weniger als 10 Minuten analysieren. Dabei können 100 hochauflösende Aufnahmen für die anschließende Auswertung erstellt und mit KI-Technologie automatisch nach schadhaften Stellen abgesucht werden. Über einen Abgleich mit einem digitalen Zwilling werden zudem Abweichungen vom Soll-Zustand detektiert. Anhand von georeferenzierten Fehlermeldungen und automatisiert erstellten Kommentaren wird die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen oder Auftragnehmern erleichtert, die sich auf diese Weise gezielt und effizient um Wartungsmaßnahmen kümmern können.

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